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Zuerst großzügig, dann anfällig, Rot-Weiß Koblenz verliert 0:2 gegen Mainzer Reserve 

In der griechischen Antike erfüllte Hermes die Aufgabe des Götterboten, am Mainzer Bruchweg überbrachte Hermes Rot-Weiß Koblenz die Botschaft der zweiten Niederlage im zweiten Regionalligaspiel. Lucas Hermes, 19 Jahre alter Angreifer des FSV Mainz 05 II, erzielte die beiden Tore der Bundesliga-Reserve, die den 05ern den 2:0 (0:0)-Heimsieg einbrachten.
Der Eindruck vom Saisonauftakt gegen den FC-Astoria Walldorf (1:4) bestätigte sich in der Landeshauptstadt: Der Regionalliga-Neuling vom Oberwerth kann seinen Gegnern in der neuen Klasse über längere Phasen durchaus Paroli. Aber eben (noch) nicht über die kompletten 90 Minuten hinweg, und somit zogen die Rot-Weißen erneut den Kürzeren. Ihre Chancen auf drei Zähler besaßen die Koblenzer. Weil sie ihre Tormöglichkeiten allerdings kläglich vergaben, beurteilte Trainer Fatih Çift das Ergebnis als „verdient“. Es waren nicht irgendwelche Chancen, sondern Hochkaräter, die zum Beispiel der fleißige Jordi Arndt (28., 44., 80.) oder Alen Muharemi (82.) vergaben. Zunächst zögerte der frei auf das FSV-Tor zulaufende Arndt mit dem Abschluss zu lange und bekam im letzten Moment noch von Giuliano Modica, im Frühsommer mit dem SV Wehen Wiesbaden in die 2. Bundesliga aufgestiegen, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Kurz vor der Pause setzte die Rot-Weiß-Sturmspitze den Ball nach einer Flanke von Christian Meinert über das Gehäuse. Eine Pausenführung der Gäste wäre möglich gewesen.
Die Bundesliga-U23 hatte zwar mehr Ballbesitz, aber der Oberligameister setzte Çifts taktische Idee aus einer sicheren Defensive heraus gefährlich zu kontern, sehr gut um. Es ist müßig darüber zu philosophieren, wie die jungen Gastgeber – das Durchschnittsalter der Startelf betrug glatt 23 Jahre – einen Rückstand weggesteckt hätte. Eine gewisse Angespanntheit und Unruhe war Trainer Bartosch Gaul auf jeden Fall anzumerken. Diese legte sich nach einer Stunde. Die Çift-Elf geriet unter Druck, bekam die Bälle immer wieder durchs Zentrum gesteckt und bot dem FSV größere Räume. Das geht gegen eine technisch bestens ausgebildete Mainzer Mannschaft nicht lange gut. Egal ob man Nils Lihsek, Thomas Rekdal, den Sohn des früheren Mönchengladbacher und Berliner Bundesligaprofis Kjetil André Rekdal, Florian Bohnert, Vitus Scheithauer oder Lucas Hermes nimmt – der FSV hat eine ganze Reihe offensiv Hochbegabter in seinen Reihen. Mit Passgenauigkeit und Kombinationssicherheit spielten sich die 05er näher und näher heran an das von Julian Bibleka gehütete Tor. In der 57. Minute hatten die Oberwerther noch Glück, dass sich für Bohnert die Querlatte im Weg befand. Der nächste gefährliche Angriff führte dann aber zum Treffer. Nach einem Freistoß auf der linken Mainzer Offensivseite schaltete Hermes schneller als die Koblenzer Abwehr, und der Neuzugang aus der Freiburger A-Jugend ließ Bibleka keine Abwehrchance. Der hatte auch sechs Minuten später nichts auszurichten. Lihsek spielte den Ball steil in die Spitze, Scheithauer startete im richtigen Moment, legte quer und Hermes‘ zweiter Streich war nur noch Formsache.
Der Aufsteiger gab aber nicht auf. „Das war positiv, wie wir auf das 0:2 reagiert haben“, sagte der Rot-Weiß-Trainer zum Aufbäumen seines Teams in den letzten zehn Minuten, als sich Mainz schon etwas zu sicher fühlte. Arndt, der drüber schoss (80.), und Alen Muharemi, der am israelischen Torhüter Omer Hanin scheiterte (82.), hätten zumindest Ergebniskorrektur betreiben – und im Idealfall sogar ausgleichen können. „Wenn du in der Regionalliga Punkte holen willst“, so Cift, „musst du die Dinger reinmachen. Bessere Möglichkeiten, als wir heute teilweise hatten, bekommst du nicht.“ Allerdings hätte Mainz das Resultat im zweiten Abschnitt vorher aber auch noch deutlich ausbauen können.
Der Mainzer Trainer Gaul meinte: „Unter dem Strich haben wir uns in der ersten Halbzeit das Leben selbst schwer gemacht, in Hälfte zwei dann die einfachen Dinge deutlich besser. Wir haben uns wieder zahlreiche Chancen herausgespielt, die einfachen Fehler müssen wir minimieren. Das sollte der Weg sein."
 
Aufstellung:
Bibleka - Masala, Baltic, Kraemer, Meinert - Baloki (77. Weidenbach), Miles - Klein (68. Hillen), Muharemi, Stojanovic (68. Engel) - Arndt.

Zuschauer: 592.
Tore: 1:0, 2:0 beide Lucas Hermes (63., 69.).

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