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Späte Gegentreffer kosten Zählbares

In einer insgesamt ausgeglichenen Begegnung musste sich TuS Rot-Weiß Koblenz mit 0:2 (0:0) beim FC-Astoria Walldorf geschlagen geben. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, es allerdings verpasst uns zu belohnen", sagte Rot-Weiß-Trainer Heiner Backhaus. Chancen, ein besseres Ergebnis aus Baden-Württemberg mitzubringen, waren vorhanden. Eine weite Vorlage von Christopher Spang kam bei Tomislav Ivicic an, der nicht an Nicolas Kristof im Astoria-Tor vorbeikam (53.). Dann war da ein Freistoß Valdrin Mustafas (64.). Abgefälscht von der Walldorfer Mauer, ging der Ball an der aus Koblenzer Sicht falschen Seite des Torpfostens vorbei (64.). Auch Christopher Spangs Distanzschuss in Verbindung mit Mustafas Nachschuss aus spitzem Winkel (67.) brachten Gefahr. „Uns fehlte das Matchglück", haderte Backhaus. Die Koblenzer Hintermannschaft stand in den ersten 45 Minuten sehr sicher und ließ genauso wenig anbrennen wie die Viererkette der Heimelf. Aus diesem Grund hatten die beiden Torhüter vor der Pause nicht viel zu tun. Mit zunehmender Spieldauer konnten die Verteidiger aber nicht mehr alles löschen. Rot-Weiß gelang es in der 58. Minute nicht, Tim Fahrenholz zu bremsen, der den Ball in die Mitte brachte, wo Giuseppe Burgio zu hoch ansetzte. Auch Tilmann Jahn wollte es zu genau machen, als er einen Nachschuss zu fassen bekam (69.). Ein Tor deutete sich an, nur auf welcher Seite es fallen könnte, das vermochte angesichts der offenen Begegnung niemand vorherzusagen. Es mag mit dem von Backhaus beschriebenen fehlenden Matchglück zu tun gehabt haben, dass zwei unglückliche Aktionen zu den Walldorfer Toren und damit zum Heimsieg führten. In der 74. Minute berührte Julius Schell den Ball im Rot-Weiß-Sechzehner mit dem Arm. Den verhängten Strafstoß verwandelte Nico Hammann (74.). Die ohne den Gelb-gesperrten Quentin Fouley angetretenen Koblenzer gaben nicht nach und stemmten sich gegen die Niederlage, kassierten in der Endphase aber noch das zweite Gegentor. Die Rot-Weiß-Abwehr funkte nicht entschlossen dazwischen, was der eingewechselte Christoph Becker bestrafte (85.). „Insgesamt bin ich mit der Leistung nicht unzufrieden", kommentierte der Koblenzer Trainer die Vorstellung seiner Elf, der die vielen Englischen Wochen anzumerken sind. Eine weitere wird zunächst einmal nicht hinzukommen, weil die Regionalliga Südwest GbR die Begegnungen am Dienstag und Mittwoch absagte. Damit fällt auch das Heimspiel gegen den VfR Aalen aus. Ob der Ball am kommenden Wochenende eventuell wieder rollen kann, ist noch offen.
 
Walldorf: Kristof – Goß, Nyenty, Müller, Hammann – Polat, Hillenbrand (77. Becker) – Fahrenholz, Groß (57. Jahn) – Burgio, Waack (79. Hauk)
Koblenz: Gayé – Ekallé, Schell, Miotke, Koljic (46. Klein) – Spang, Weidenbach (76. Sagat) – Pommer, Stojanovic – Ivicic (54. Salla), Mustafa
Schiedsrichter: Felix Berger (Herleshausen)
Zuschauer: keine
Tore: 1:0 Nico Hammann (74., Handelfmeter), 2:0 Christoph Becker (84.).

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